Sex ist die neue Algebra

Nicht, die Leistungen der Schüler zu verbessern, scheint die dringlichste Aufgabe in rot-grün regierten Bundesländern zu sein, sondern ihnen das bislang sträflich vorenthaltene “Bildungsgut” Sexuelle Vielfalt zu vermitteln.

Alexander Kissler kontert im CICERO:

Der Hannoveraner Landtag hat beschlossen, dass künftig in allen Jahrgängen und allen Fächern „geschlechtliche Identitäten“ behandelt werden müssen. Doch was als Fortschritt erscheint, ist ein Rückfall in die Zensur und die staatliche Bevormundung – auf dem Rücken der Kinder

 http://www.cicero.de/salon/aufklaerung-niedersaechsischen-schulen-sex-ist-die-neue-algebra/58633

 

Schutz von Ehe und Familie

Man lese und staune – der Deutsche Arbeitgeberverband veröffentlichte einen Beitrag des ehemaligen MdB Norbert Geis zum Schutz von Ehe und Familie. 

http://www.deutscherarbeitgeberverband.de/aktuelles/2014_12_15_dav_aktuelles_ehe-familie.html

 

 

Inklusion um jeden Preis?

Vielleicht lässt sich die Problematik der INKLUSION an einem Beispiel aus dem Straßenverkehr verdeutlichen.

Es ist die Aufgabe des Staates, seine Bürger vor Gefahren zu schützen. Daher lässt er es sich sehr viel Geld kosten, für die schwächsten Verkehrsteilnehmer parallel zu den Bundes-und Landesstraßen Radwege zu bauen. Hier können sich die Radfahrer gefahrlos mehr Platz genehmigen, schnell oder langsam fahren, überholen oder absteigen. Wie riskant wäre es, wenn sie nun verlangten, sich mit ihrem Rad ebenfalls auf der KFZ-Fahrbahn bewegen zu dürfen, weil sie sich auf dem Radweg als Bummler diskriminiert fühlen, an den Rand gedrängt, abgesondert und als Verkehrsteilnehmer zweiter Klasse abgestempelt? Und würden sie mit der Begründung, dass alle Verkehrsteilnehmer “gleichberechtigt” sind, fordern, dass die Geschwindigkeit für den KFZ-Verkehr auf 30 kmh begrenzt wird ?

Übertragen auf die schulische Inklusion von Kindern mit Einschränkungen zeigt sich, dass G l e i c h b e r e c h t i g u n g  oft missverstanden wird. Zu ihrem Recht und zu ihrem Schutz und Fortkommen wurden für die Menschen mit Behinderungen in den zurückliegenden Jahrzehnten mit hohen Kosten hervorragende behindertengerechte Einrichtungen geschaffen, das Betreuungspersonal adäquat geschult, pädagogisches Material bereitgehalten, die Gruppengrößen minimiert, höchst differenzierte Angebote ermöglicht und das Lerntempo der Behinderung jedes einzelnen Menschen angepasst.

Diskriminierung?

Ist es nicht vielmehr diskriminierend, die Einschränkungen der behinderten Kinder zu ignorieren, sie auf die „Fahrbahn“, sprich auf die öffentliche Schule zu schicken, sie dem Lerntempo der Mehrheit in der Klasse auszusetzen, sie tagtäglich zu überfordern, sie spüren zu lassen: du bist anders, du bist eingeschränkt, du kommst nicht mit! Auf diese Weise verlieren die Schwächsten ihre GleichbeRECHTigung. Ebenso wäre es auch diskriminierend, der Mehrzahl der Kinder einer Klasse ein angepasstes Lerntempo abzuverlangen.

Das Zauberwort der Inklusionspädagogik heißt „Differenzierung“. Die Lehrer sollen künftig nicht mehr lehren, sondern „Lernbegleiter“ für jedes einzelne Kind sein. Diese Begleitung funktionierte jedoch seither bereits hervorragend in kleinen Lerngruppen einer Spezialeinrichtung, ohne dass sich die Lernenden ( früher Schüler/innen ) enormem Stress ausgesetzt fühlen mussten.

Inklusion kann zwar Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft fördern, aber genauso auch Missachtung, Überforderung und Minderwertigkeitsgefühle bedeuten. Dass behinderte Menschen unsere Aufmerksamkeit, unsere Unterstützung und unsere Empathie brauchen, bleibt unbestritten. Nur ob wir diese mit schulischer INKLUSION erreichen, bleibt mehr als fraglich.

Bärbel Fischer

 

 

Der große Irrtum des inklusiven Schulsystems

Das Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e.V. stellt seinen Beitrag unter ein Zitat von Roman Guardini zur Würde des Menschen:

Personalität und Behinderung                                                                               Person ist die Fähigkeit zum Selbstbesitz und zur Selbstverantwortung, zum Leben in der Wahrheit und in der sittlichen Ordnung. Sie ist nicht psychologischer, sondern existentieller Natur. Grundsätzlich hängt sie weder am Alter, noch am körperlich-seelischen Zustand, noch an der Begabung, sondern an der geistigen Seele, die in jedem Menschen ist. Die Personalität kann unbewußt sein, wie beim Schlafenden; trotzdem ist sie da und muß geachtet werden. Sie kann unentfaltet sein wie beim Kinde; trotzdem beansprucht sie bereits den sittlichen Schutz. Es ist sogar möglich, daß sie überhaupt nicht in den Akt tritt, weil die physisch-psychischen Voraussetzungen dafür fehlen, wie beim Geisteskranken; dadurch unterscheidet sich aber der gesittete Mensch vom Barbaren, daß er sie auch in dieser Verhüllung achtet. … Diese Personalität gibt dem Menschen seine Würde. Sie unterscheidet ihn von der Sache und macht ihn zum Subjekt. … Die Achtung vor dem Menschen als Person gehört zu den Forderungen, die nicht diskutiert werden dürfen. Die Würde, aber auch die Wohlfahrt, ja endgültigerweise der Bestand der Menschheit hängen davon ab, dass das nicht geschehe. Wird sie in Frage gestellt, dann gleitet alles in die Barbarei.

Romano Guardini, Das Recht des werdenden Menschenlebens, 1949. Hier aus einem Nachdruck aus der Schriftenreihe Zeitfragen des Erzbistums Köln, Nummer 9, 1981, S. 11 ff.

Überforderung total: Der große Irrtum des inklusiven Schulsystems  

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens definiert als Auftrag eines „inklusiven Schulsystems“, „Schülerinnen und Schüler nach ihren speziellen Bedürfnissen, Lernerfordernissen und Kompetenzen“ zu fördern, „ohne sie in unterschiedliche Kategorien einzuteilen“ (1). „Gemeinsames Lernen von Menschen mit und ohne Behinderungen“ lautete die Vorgabe; Sonder- oder Förderschulen werden zurückgebaut, längerfristig sollen sie abgeschafft werden. Das politische Ideal ist „eine Schule für alle“: Begabte wie lernschwache, umgängliche wie verhaltensauffällige, nichtbehinderte wie behinderte Kinder sollen in einem Klassenraum gemeinsam lernen, spielen und zu besseren Menschen erzogen werden. In diesem „inklusiven Unterricht“ soll jedes (behinderte) Kind einen Anspruch auf Würdigung seiner „individuellen Leistungs- und Entwicklungsfortschritte“ haben. Dabei soll grundsätzlich „jede erbrachte Leistung“ als „individuelles Ergebnis einer Bewältigung von Anforderungen“ anerkannt werden (2). Beim Wort genommen bedeutet dies, dass nicht mehr Grammatik, Rechtschreibung, Mathematik etc., sondern die Individualität des Schülers Maßstab für den Lehrer sein soll. Vordenker dieser „Pädagogik der Vielfalt“ wenden sich gegen das „Konstrukt des schlechten Schülers“ als Quelle von Diskriminierung und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ (Annedore Prengel) (3). Leistungsdifferenzierung lehnen sie als Ausdruck einer „sozialdarwinistischen“ Gesellschaft ab, die von der „Macht der Ellenbögen und des Kapitals“ (H. Wocken) verdorben wird (4).

Das erinnert an Rousseau, der in seinem pädagogischen Roman „Emile“ eben diesen gleichnamigen Jungen vor der Entfremdung durch die bürgerliche Gesellschaft bewahren wollte. Aber im Unterschied zu Rousseaus pädagogischer Idylle geht es nicht um das Aufwachsen eines Einzelnen, sondern um kollektive Umerziehung: Die neue „Schule für alle“ soll Geburtshelferin einer „inklusiven Gesellschaft“ sein, die sich durch Dialog, Verständnis, Barmherzigkeit und Eintracht in der Vielfalt auszeichnet (5). Auch wenn nicht alle Anhänger der Inklusionspolitik solch paradiesische Erwartungen teilen, so sind diese Erwartungen  doch symptomatisch für den moralisch-missionarischen Impetus. Der setzt vor allem die Lehrer unter Druck: Sie sollen nicht nur höchst unterschiedlich befähigte Schüler gemeinsam unterrichten, sondern auch und besonders die schwierigen Schüler individuell fördern, und mehr noch, ihnen soziale Anerkennung vermitteln. Professionalität und Fairness reichen dabei nicht, es geht um eine Wertschätzung der gesamten Persönlichkeit. Die Schule soll eine Gegenwelt sein zum kapitalistischen Arbeitsmarkt, wo jeder nach seiner Arbeitskraft, mithin nach seiner „ökonomischen Verwertbarkeit“, beurteilt wird (6).

Aber auf eben diese Leistungsanforderungen einer arbeitsteiligen Wirtschaft sollte die Schule Kinder vorbereiten. Das erwarten besonders auch die Eltern, die sich eine gute Zukunft für ihre Kinder wünschen. Dass das gegliederte Schulwesen in Deutschland den Zukunftschancen von Kindern schade, weil es zu stark „selektiere“, ist ein von seinen Gegnern ständig wiederholtes, aber nicht bewiesenes Vorurteil. Dagegen spricht schon die bemerkenswert niedrige Jugendarbeitslosigkeit, für die Deutschland international beneidet wird. Sie ist der Erfolg eines ausdifferenzierten, schulischen und beruflichen Bildungssystems, das unterschiedliche Wege für unterschiedliche Begabungen eröffnet. Davon profitieren auch behinderte Menschen, wie ihre im europäischen Vergleich überdurchschnittliche hohe Beteiligung am Arbeitsleben zeigt (7). Nun sind Bildungszertifikate und Erwerbsquoten allein kein Gradmesser guten Lebens. Echte Menschlichkeit erfordert eine bedingungslose Annahme als Person, ohne Ansehen von Verdienst oder Leistung. Mit dieser wahren „Inklusion“ ist die Institution Schule heillos überfordert, denn kein Lehrer kann alle seine Schüler in ihrer ganzen Individualität würdigen. Vater Staat kann nicht lieben, lieben können nur Personen und das geschieht vor allem in der Familie (8). In jedem Gesellschaftssystem bleibt die Familie deshalb für junge Menschen, und die Behinderten besonders, der wichtigste Ort ihrer Persönlichkeitsentfaltung.

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(1)  Schule NRW. Amtsblatt des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen. Sonderausgabe Inklusion, Düsseldorf 2014, S. 10. Diesem Bildungskonzept liegt eine spezifische Anthropologie zugrunde, die der Pädagoge Hans Wocken im Interview mit dem Bildungsportal Nordrhein-Westfalen wie folgt erläutert: „Inklusion bestreitet die Existenz von zwei Sorten Menschen, nämlich von behinderten und nichtbehinderten Menschen. An die Stelle der Dichotomie „normal“ versus „behindert“ tritt in der inklusiven Schule die Anerkennung der Vielfalt der Kinder.“ Auf die Frage nach den „Grenzen der Inklusion antwortet er hier: „Die Barrieren liegen in den Köpfen der Menschen, die die Inklusion nicht wollen und in der Gliederung des Bildungssystems. Diese Barrieren muss man Stück für Stück beseitigen. Die Inklusion an sich hat keine Grenzen. Der Begriff Inklusion schließt ja gerade Grenzen aus!

http://www.schulministerium.nrw.de/docs/AusSchulen/Interviews/Bei-der-Inklusion-sind-alle-Kinder-willkommen/index.html.

(2)  Schule NRW, a.a.O., S. 15.

(3)  Zitiert nach: Bernd Ahrbeck: Inklusion. Eine Kritik, Stuttgart 2014, S. 50.

(4)  Vgl. ebd., S. 74-75.

(5)  Ebd., S. 61.

(6)  Ebd., S. 76-77.

(7)  Siehe hierzu: „Erwerbstätigenquoten Behinderter“ (Abbildung).

(8)  Deshalb ist es tragisch, wenn Familien zerfallen und der Staat deshalb eine Rundumbetreuung von Kindern in Heimen übernehmen muss. Siehe hierzu:http://altewebsite.i-daf.org/341-0-Wochen-43-44-2010.html.

Anti-Lucke-Sendung

Sehr geehrter Herr Jauch,

billig, billig kann ich nur sagen, wenn ich an Ihre gestrige Sendung vom 14. 12. 2014 denke. Ich habe die Vermutung, dass sich die gesamten Medien einschließlich der etablierten Politiker darauf verständigt haben, die AfD fertig zu machen.  Sie lassen, Herr Jauch, nicht eine einzige Gelegenheit aus, um Herrn Lucke in die rechte äußere Ecke zu schieben, egal was er sagt. Sie merken nicht einmal, dass er nichts anderes vertritt als z. B. Frau Schwan oder Herr Stenger. Nur was diese sagen ist hoffähig, was Herr Lucke sagt ist in Ihrer Sendung immer GAGA.  Auch für eine Nicht- AfD-Sympathisantin  wird dieses Ziel in seiner bangen Ängstlichkeit überdeutlich, dass die Erfolge der AfD die Pfründe von CDU/ CSU/ SPD gefährden könnten. Die etablierten Parteien sehen offenbar ihre profitablen Felle davon schwimmen.
Wir TV-Zuschauer hofften gestern auf eine Sendung, die uns erklärt, was die PEGIDA-Demonstranten tatsächlich bewegt. Die Antworten blieben leider aus. Statt dessen erlebten wir eine Hetzjagd auf Herrn Lucke und seine AfD. Warum gibt sich ein “neutraler” Sender zu einer solchen Hetzjagd her? Hat er Vorteile vom Status quo, oder befürchtet er etwa Nachteile, wenn sich das Blatt wenden sollte?
Wie steht es um Ihr demokratisches Parteien-Verständnis, Herr Jauch? Immerhin bekommen unsere europäischen Nachbarn derzeit mit, dass in Deutschland selbst nicht alles, was so brillant glänzt, tatsächlich GOLD ist. Sie können erkennen, dass unser wirtschaftlicher Erfolg auf Ausbeutung menschlicher Ressourcen beruht, so auch auf Ausbeutung elterlicher und kindlicher Bedürfnisse bzgl. familiärer Autonomie und Autarkie.
Was die Pegida-Demonstranten wollen ist eine ALTERNATIVE zur alternativlosen Merkel-Politik. Deswegen gehen sie auf die Straße. Ich vermute stark, dass genau Ihr arroganter, undemokratischer, polit-medialer Umgang mit der AfD die Nochwähler scharenweise erst recht zur AfD treiben. Ihr Vorgehen in der Sendung erreicht auf diese Weise genau das, was Sie nicht wollen, nämlich eine Abkehr von der gängigen, die normalen Bürger vergessenden Politik.
Ich vermute, Herr Jauch, dass Ihnen dieses Schreiben völlig belanglos erscheint. Es wird nur eines von vielen sein, daher zu vernachlässigen! Allerdings nur kurzfristig!
In der Hoffnung, dass Sie Ihre Sendung künftig demokratischer gestalten, grüße ich Sie im Namen der mit uns verbundenen Bürger
Bärbel Fischer
info@familiengerechtigkeit-rv.de
http://forum-familiengerechtigkeit.de
www.rettet-die-familie.de

 

Hamsterrad für Eltern und Kinder

Kinderarzt Herbert Renz-Polster warnt vor der “pädagogischen Mästung” von Kindern. Eltern ruft er auf, ihr Recht auf Erziehung zurückzufordern. Von Carina Kerschbaumer

 http://www.kleinezeitung.at/s/chronik/3898845/Erziehung_Das-Hamsterrad-der-Eltern-wird-auf-die-Kinder-ubertragen

Bundesverfassungsgericht verweigert Stellungnahme zum Elterngeldgesetz

Verband Familienarbeit e.V.

Pressemeldung

09.12.2014

Bundesverfassungsgericht verweigert Stellungnahme zum Elterngeldgesetz

Der Vorstand unseres Verbandes kritisiert einstimmig, dass das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) einer von der Sachlage her zwingend erforderlichen Klärung zu elterlichen Grundrechten ausweicht. Wir halten es mit rechtsstaatlichen Grundsätzen für nicht vereinbar, wenn auf in einer Verfassungsbeschwerde vorgebrachte neue Argumente nicht einmal eingegangen wird. Das gilt um so mehr, als deren Berechtigung heute viel deutlicher ist als zum Zeitpunkt einer früheren ablehnenden Begründung vor drei Jahren.

Hintergrund ist, dass eine Reihe von Verfassungsbeschwerden von Eltern mehrerer Kinder, die sich durch die Berechnung des Elterngeldes benachteiligt sehen, von einer Kammer des BVerfG zurückgewiesen wurden. Begründung: Die Benachteiligung dieser Eltern beruhe auf „Sachgründen, die hinreichend gewichtig sind, um die Ungleichbehandlung grundrechtlich zu rechtfertigen“ (1 BvR 1853/11, Randnummern 9,14,15).1

In einer weiteren auch von unserem Verband unterstützten Verfassungsbeschwerde  wurde im Einzelnen dargelegt, dass die zur Begründung des Gesetzes von der Bundesregierung angeführten „Sachgründe“ zumindest heute, nach 7-jährigen Erfahrungen mit dem Gesetz, schon bei einfachen, auch für Nicht-Juristen zugänglichen Überlegungen nicht überzeugen können (S. 16, 17 der Beschwerdeschrift). Die Kammer des BVerfG wies diese Beschwerde wiederum am 21. Nov. 2014 zurück, ohne überhaupt auf die neuen, bisher nicht vorgebrachten Argumente einzugehen.

Um der Öffentlichkeit eine eigenständige Meinungsbildung zu ermöglichen, veröffentlichen wir neben der Beschwerde auch die ohne Begründung ergangene Zurückweisung durch eine Kammer des BVerfG.3 Wir hoffen auf eine möglichst breite öffentliche Diskussion.

1. http://www.bverfg.de/entscheidungen/rk20111109_1bvr185311.html

2. http://familienarbeit-heute.de/wp-content/uploads/VF_Verf-Beschwerde_Elterngeld_Mehrkindfamilie_2014-09-15.pdf

3. http://familienarbeit-heute.de/wp-content/uploads/Beschluss_Verfassungsbeschwerde%20nicht%20zur%20Entscheidung%20angenommen_2014-11-25.pdf

Freiheit und Autonomie für Familien sowie Gleichberechtigung aller Eltern

Das Bündnis RETTET  DIE  FAMILIE ( www.rettet-die-familie.de), bestehend aus  16 einzelnen Initiativen, veröffentlicht ihr

 Aktionsprogramm gegen Diskriminierung elterlicher Erziehungsarbeit  

Die Generationensolidarität zwischen Eltern und Kindern, bestehend aus Kindererziehung und Altersversorgung, ist zerstört. Kinder sind nicht mehr eine Alterssicherung für die Eltern, wie das früher der Fall war sondern zum höchsten Risiko für Familien- und Altersarmut geworden. Die Erziehung von Kindern wandelte sich aufgrund unserer Sozialgesetzgebung von einer Investition in die eigene Alterssicherung zu einer sozialisierten Altersversorgung für die ganze Gesellschaft. Der gesamte Familienlastenausgleich entspricht nur einem Bruchteil des Betrages, der den Familien durch die Vergesellschaftung der Alterssicherung entzogen wurde. Das Ergebnis ist eine mit steigender Kinderzahl wachsende Verarmung der Familien. Die einseitige Belastung von Eltern verstößt gegen die im Grundgesetz festgelegten Grundsätze der Gleichberechtigung, des Schutzes der Familie und gegen das Sozialstaatsgebot.

Die Politik reagierte auf diese Entwicklung mit der Tendenz, den Eltern ein Angebot zur Übernahme der Betreuungsarbeit zu machen (Kinderkrippen, Ganztagskindergärten und -schulen), um so eine Vollzeit-Erwerbsarbeit für beide Eltern zu ermöglichen. So soll der Verarmungsprozess der Eltern aufgehalten werden.

Diese Strategie reduziert aber gleichzeitig den Spielraum, die Beziehung zu den eigenen Kindern zu festigen und sie nach eigenen Vorstellungen zu erziehen. Die Verringerung der wirtschaftlichen Benachteiligung wird so durch eine Einschränkung der elterlichen Freiheit erkauft. Eltern stehen vor der Wahl zwischen kräftemäßiger Überforderung und Verarmung. Die Kombination ganztägiger Erwerbstätigkeit mit Kindererziehung führt trotz Krippenversorgung immer häufiger zum Burnout. Verzicht auf Erwerbsarbeit zugunsten der Kinder hat dagegen Verarmung im Vergleich zu Kinderlosen zur Folge. Beides fördert Unzufriedenheit und Belastung von Eltern und Kindern. Die staatlichen Eingriffe in die Familien  ignorieren insbesondere die Bedürfnisse von Säuglingen und Kleinkindern zu Gunsten von arbeitsmarktpolitischen Überlegungen.

Die bestehende Einschränkung der Elternrechte und die damit verbundene finanzielle Schieflage schränkt  gleichzeitig die Rechte der Kinder ein. Eltern- und Kindeswohl sind in der Regel nicht trennbar. Die von Wirtschaftskreisen und Trägern von Betreuungseinrichtungen wiederholt aus Eigeninteresse vorgebrachte Behauptung, allein Krippenbetreuung bedeute frühkindliche Bildung und sei deshalb gezielt zu fördern, ist wissenschaftlich nicht haltbar und stellt zudem eine Beleidigung für ganze Elterngenerationen dar. Im Gegensatz dazu führt bei unter drei-jährigen Kindern erst die Bindung zu festen Bezugspersonen – in der Regel den Eltern – zu einem Urvertrauen als Voraussetzung für die Entwicklung  einer stabilen Persönlickeit und späterem Bildungswillen.

Die einseitige finanzielle Begünstigung der Krippenbetreuung von Kleinkindern gegenüber der elterlichen Betreuung drängt immer mehr Eltern, möglichst durchgängig vollerwerbstätig zu sein. Auf Druck von Kreisen der Wirtschaft ist das politisch erwünscht und begünstigte es, – wegen des größeren Arbeitskräfteangebots – die Löhne zu drücken und die Arbeitsbedingungen zu verschlechtern. Die Folge sind immer mehr prekäre und befristete  Arbeitsverhältnisse, die die Verarmung besonders der Familien fördern, die ihre Kinder selbst betreuen wollen und nicht von der Krippenförderung profitieren. Bei voll erwerbstätigen Eltern führte das dagegen zu zunehmender Überbelastung mit immer häufigerem Burn-out, wie die Statistik der Krankenkassen zeigt. Beides widerspricht dem Gleichberechtigungsgebot nach Art. 3 GG und dem Schutz der Familie nach Art. 6 GG.

Vor dem Hintergrund dieser gesellschaftlichen Situation stellen wir folgende Forderungen:

  • Wir fordern eine angemessene Gegenleistung für die Erziehung der nachwachsenden Generation, weil allein Eltern durch Kindererziehung die Voraussetzungen dafür schaffen, dass alle Angehörigen ihrer eigenen Generation im Alter versorgt werden.
  • Wir fordern die  Gleichbehandlung aller Eltern bei der Finanzierung der Kinderbetreuung. Es ist Aufgabe und Recht der Eltern, Erziehungs- und Erwerbsarbeit innerhalb der Familie nach ihren eigenen Vorstellungen, Bedürfnissen und Wünschen zu regeln. Daher muss die elterliche Erziehungsarbeit finanziell ebenso behandelt werden wie die staatlich organisierte Kinderbetreuung. Bisherige bindende Beschlüsse des Bundesverfassungsgerichts (1, 2) bestätigen die elterliche Autonomie und Freiheit bei der Wahl der Art der Kinderbetreuung. Nur bei Gefährdung des Kindeswohls ist ein Eingriff des Staates gerechtfertigt. Die gleichberechtigte Finanzierung der Kinderbetreuung ist keine Kostenfrage, sondern eine Verteilungsfrage.
  • Wir fordern, den aus Steuermitteln für Kindererziehung eingesetzten Geldbetrag den Eltern (oder anderen Sorgeberechtigten) auszuhändigen, damit sie frei über Art, Eintritt und Umfang etwaiger Fremdbetreuung ihrer Kinder entscheiden und diese gegebenenfalls finanzieren können.
  • Wir fordern, dass sich der Umfang der Leistung für Kinderbetreuung am Arbeitsaufwand und damit am Alter und an der Anzahl der Kinder orientiert und nicht am früheren Erwerbseinkommen einer Mutter oder eines Vaters. Leistungen für die Kindererziehung sind nicht als „Verdienstausfallentschädigung“ wie Krankengeld oder Arbeitslosengeld zu betrachten und zu behandeln, wie das beim heutigen Elterngeld der Fall ist, sondern als Gegenleistung, vergleichbar einem Lohn. Ein Kind ist kein Schaden, den es zu kompensieren gälte. Wenn Kindererziehung wie Krankheit oder Arbeitslosigkeit behandelt werden, wird sie zusätzlich ideell abgewertet. Die zur Zeit bestehende Einkommensbezogenheit des Elterngeldes benachteiligt Eltern mit zweiten und weiteren Kindern, sowie in Ausbildung befindliche Eltern. Das widerspricht dem Sozialstaatsgebot des Grundgesetzes als auch den Artikeln 3 und 6 GG. Dadurch werden Eltern erster und zweiter Klasse geschaffen.
  • Wir fordern in Übereinstimmung mit der bisherigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes die Autonomie und Freiheit der Eltern. Der Staat hat kein Recht, auf die Aufgabenverteilung innerhalb der Familie Einfluss zu nehmen. Vielmehr ist es Aufgabe und Recht der Eltern, Erziehungs- und Erwerbsarbeit innerhalb der Familie nach ihren eigenen Vorstellungen und Wünschen aufzuteilen. Die Forderung nach „Gleichstellung“ der Geschlechter darf nicht dazu missbraucht werden, Mütter und Väter zu bevormunden, indem eine bestimmte Arbeitsteilung in der Familie vorgeschrieben wird.

Wie bei unseren familien- und elternbezogenen Vorstellungen und Zielen lehnen wir alle mit dem Grundgesetz unvereinbaren Bestrebungen auch in anderen Lebensbereichen ab.

(1) BVerfGE 6, 55, Randnummer 86, http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv006055.html
(2) BVerfGE 216, 99, 1. Leitsatz und Randnr. 70, http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv099216.html

Europaparlament entrechtet Eltern

Unter folgendem Link veröffentlicht das Institut für Demokratie, Allgemeinwohl und Familie e. V.  IDAF Auszüge aus der Mahnrede von Papst Franziskus vor dem Europaparlament in Straßburg am 25. November 2014 zu einer Wirtschaftsordnung, die Menschen entwürdigt, und zur Rolle der Familie in der EU. An Ignoranz und Kurzsichtigkeit kaum noch toppen, stimmten die EU-Abgeordneten zwei Tage später mehrheitlich einer Entschließung zu, die Familien künftig spaltet und Eltern entrechtet.

 

Sag mir, wo die Babys sind, wo sind sie geblieben?

Liebe Nutzer, bitte beachten Sie das Video auf dieser Seite rechts über den Links! Sie dürfen den Song auch gerne in Ihren Verteilern verbreiten. Vielleicht dringt die Botschaft musikalisch leichter ins Bewusstsein der deutschen Bevölkerung, als über das geschriebene Wort.

Link zu YouTube:

Ich danke Herrn Ralf Glenk, der die musikalische Umsetzung meisterhaft bewältigt hat, und Herrn Ulrich Fischer, Geigenbaumeister, für die Installierung im Internet.

http://www.ralfglenk.de

http://www.musik-fischer.de

 

ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT

Bärbel Fischer